Donnerstag, 23. Oktober 2014

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes von J.K.Rowling - Rezension und Diskussion !Vorsicht Spoilers!

Harry Potter 07: Harry Potter ...
Info
Originaltitel: Harry Potter and the Deathly Hallows
Taschenbuch
Carlsen Verlag
736 Seiten
An eine Rückkehr nach Hogwarts ist für Harry nicht zu denken. Er muss alles daransetzen, die fehlenden Horkruxe zu finden, um zu vollenden, was Dumbledore und er begonnen haben. Erst wenn sie zerstört sind, kann Voldemorts Schreckensherrschaft vergehen. Mit Ron und Hermine an seiner Seite und einem magischen Zelt im Gepäck begibt sich Harry auf eine gefährliche Reise, quer durch das ganze Land. Als die drei dabei auf die rätselhaften Heiligtümer des Todes stoßen, muss Harry sich entscheiden. Soll er dieser Spur folgen? Doch er ahnt schon jetzt: Welche Wahl er auch trifft - am Ende des Weges wird der Dunkle Lord auf ihn warten ... (Quelle: www.amazon.de)


"Bedaure nicht die Toten, Harry. Bedaure die Lebenden, und vor allem diejenigen, die ohne Liebe leben. "

Der erste Satz:
Die beiden Männer kamen aus dem Nichts, erschienen wenige Meter voneinander entfernt auf dem schmalen, mondhellen Weg.


Meine Meinung:
Wow... Ich kann nicht glauben, dass dieses Abenteuer jetzt zu Ende sein soll...
Ich bin glücklich, traurig, froh, niedergeschlagen, aber vor allem dankbar und erfüllt.
Aber, wie es sich für eine professionelle Rezension ;-) so gehört, möchte ich alle Punkte, die mich beschäftigen, schön der Reihenfolge nach mit euch durchgehen, bevor ich meinen überwältigenden Gefühlen und Gedanken freien Lauf lasse.
Ich möchte auf folgende Punkte etwas genauer eingehen:
Die Suche nach den Horkruxen
Das Märchen der drei Brüder und die Heiligtümer des Todes
Dumbledore
Die Schlacht von Hogwarts
Snape und seine Geschichte
All die, die in diesem Buch sterben mussten
Und natürlich das Ende
Der rote Faden, der sich ja irgendwie durch dieses Buch zieht, ist Harrys Suche nach den Horkruxen. Ich fand, es wahnsinnig faszinierend, wie J.K.Rowling diese Suche so langsam aufbaute, vom Anfang an, über den Streit von Ron und Harry, bis zur Zerstörung des letzten Horkruxes. Wie sie es geschafft hat, die Atmosphäre so zu verpacken, dass es den Leser direkt in die Geschichte zog, ist wirklich einmalig.
Ich wusste zuerst nicht so recht, wohin der Handlungsstrang über die Heiligtümer des Todes uns hinführen sollte... Ich war mir unsicher was es für die Geschichte für eine Bedeutung haben soll. Ich vermutete, es gehörte zum grossen Plan, Voldemort zu vernichten.
Aber auch ohne das Wissen über die wirkliche Bedeutung, hat mich vor allem das Märchen von den drei Brüdern sehr beeindruckt. Es wirkte wahnsinnig gut durchdacht und perfekt zur Geschichte passend.
Am Schluss löste sich ja auch das Geheimnis über die Heiligtümer auf, es zeigte sich, dass es mehr um das Wissen, als um das Besitzen ging, und das vor allem die Existenz des Elderstabs von Bedeutung war.
Die Heiligtümer des Todes setze ich natürlich gleich mit Dumbledore in Verbindung. Ich fand es unheimlich schön, dass er trotz seines Todes noch allgegenwärtig war in der Welt von Harry. Der Gedanke, dass eine so grosse und bedeutende Person immer Teil von Harry ist, war wunderschön. Was mir auch wahnsinnig gut gefiel ist, dass Dumbledore seine Schwächen eingestehen konnte, er gab zu, dass die Suche nach den Heiligtümern mit Grindelwald zusammen, daher wägten, dass er von der möglichen Macht verführt worden ist, das auch er Fehler gemacht hat, das auch er nicht perfekt ist. Diese Geste, dieser Gedanke gefiel mir sehr und machte Dumbledore für mich zu einer noch grösseren und stärkeren Persönlichkeit.
Die Schlacht von Hogwarts bildet ja sozusagen den grossen Anfang des letzten Kampfes von Gut gegen Böse. Es war wunderbar zu erleben, wie sich Hogwarts für den Kampf bereit machte, sich seinen Gegnern stellen wollte und jeder sich versammelt hat um für und mit Harry und gegen das Böse, Dunkle, gegen Voldemort zu kämpfen. Diese epische Schlacht war ein wahnsinnig gut gewähltes Element für das Einläuten des Endes einer solch grossen Geschichte. Und obwohl sie viele Opfer forderte, ist sie ein wichtiger, grosser Bestandteil dieses Buches.
Bevor ich allen, die in diesem Buch sterben mussten, die Ehre erweisen möchte, die sich auch Buchcharaktere verdient haben, besonders diese, möchte ich mich einem Mann besonders widmen. Einem Mann, von dem ich mir nie ganz sicher war, auf welcher Seite er nun steht, aber dennoch wusste, er war kein schlechter Mensch. Und am Ende dieses Buches wusste, wie Harry es mit seinen eigenen Worten sagte, "er war wahrscheinlich der mutigste Mann, den ich je kannte."
Snape. Severus Snape. Ja, er war mutig und stark. Und vor allem handelt er aus voller Liebe.
Als ich durch Harry seine Erinnerungen sehen konnte und erfahren habe, wie sehr er Lily, Harrys Mutter liebte, und welchen Dienst er ihr, nach all dieser Zeit..., erwies, als ich erfahren habe, was für ein grossartiger, starker Mann er war, wusste ich, ich hatte ihn im Grunde immer so gesehen, als einen Mann, mit einer bewegenden Geschichte, der ein Ziel verfolgte, welches er tief in seinem Herzen trug. Und... er war wohl einer der grössten Helden dieser Geschichte, wohl einer meiner grössten Helden.
Nun aber noch zu all den anderen, die in dieser Geschichte ihr Leben lassen mussten... Und du meine Güte, in diesem Buch waren es viele... Fast zu viele...
Charity Burbage, Bathilda Bagshot, Gregorowitsch, Ted Tonks, Dirk Cresswell, Gornuk, der Kobold, Rufus Scrimgeour, Grindelwald und Colin Creevey.
Aber vor allem haben mich diese Verluste geschmerzt:
Hedwig: Die Eule, die Harry von Anfang an begleitet hat, und was für ein treuer Begleiter sie war. Und genau in dem Moment, in dem Harry erwachsen wurde, schied Hedwig aus seinem Leben, gut gewählt, Frau Rowling... Aber deshalb nicht weniger schmerzvoll...
Alastor Moody, mein lieber Mad-Eye! Das ist ein Tod, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet habe, er schien so unantastbar zu sein, so unzerstörbar, Moody halt... Ich konnte wirklich nicht begreifen, dass ausgerechnet Moody sterben musste...
Dobby, der wohl tollste Hauself in der Magierwelt, der Harry immer vor dem Bösen beschützen wollte, der als freier Elf und mit seinen letzten Worten: "Harry.... Potter...." von dieser Welt gehen konnte, sein Tod war wohl einer der traurigsten in diesem Buch.
Lupin und Tonks, die doch gerade erst ein Kind bekommen hatte, den kleinen Teddy, die beiden, die so für ihre Liebe kämpfen mussten... Der einzige Trost ist das sie zusammen gehen konnten.
Fred Weasley, den es doch eigentlich immer nur im Doppelpack mit George gab, und jetzt musste gerade er, alleine gehen, ohne seinen Bruder...
Und natürlich Snape, der grosse Snape, der nur auf Grund Voldemorts Gier nach grössere Macht und dem Sieg über den Tod sterben musste.
All diese tollen Charakter, die sterben mussten, bahnten den Weg für das grosse Ende.
Im Grunde gab es ja zwei Enden...
Aber als Harry sich kampflos Voldemort stellte und vermeintlich auch starb, war ich mir plötzlich ganz unsicher... Ich war überzeugt, Harry würde überleben und Voldemort sterben... Plötzlich schien alles anders zu sein.
Doch als Harry bei Dumbledore in einer Art Zwischenwelt ankam, Dumbledore das Geheimnis löste, wieso Harry noch lebt und Harry sich entschied, zurück ins Leben zu kehren und Voldemort endgültig aus dem Weg zu schaffen, ging es mir schon besser. Es würde alles gut werden.
Und so kam es auch, Harry konnte Voldemort nach all den Jahren endlich besiegen, Das Gute hat gesiegt.
Ich war aber auch ganz froh um das zusätzlicher "Neunzehn Jahre später" Kapitel in denen einige Fragen über die Zukunft von Harry und seinen Freunden geklärt wurden, aber einige blieben ja auch noch offen...
Aber Hauptsache: "Alles war gut."


5 von 5 Sternen










Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen